
AIDAvita Amazonas 1
(30.10.2010 – 13.11.2010)
Heute beginnt meine Reise nach Südamerika, aber zuerst einmal muss ich zum Flughafen nach Frankfurt. Mit dem ICE bin ich in knapp 3 Stunden dort. Schneller und bequemer geht es nicht.
In Frankfurt angekommen checke ich am Condor-Schalter ein und habe danach noch zweieinhalb Stunden bis zum Abflug. Mein Flug DE 5144 geht um 23:25 Uhr. Am Gate sind einige Gäste irritiert, da sie, wie ich, nach Manaus fliegen wollen, aber als Zielflughafen Santo Domingo angegeben ist.
Ich hatte mich vorher im Internet schlau gemacht und wusste daher, der der Flug DE 5144 von Frankfurt nach Santo Domingo ging, aber über Punta Cana und Manaus.
Fast pünktlich hebt die Boeing 767-300 (D-ABUD) von Frankfurt Richtung Punta Cana ab.
Nach gut 10 Stunden Flug habe ich die erste Reiseetappe geschafft und lande in Punta Cana (Dominikanische Republik). Dort wird die Maschine aufgetankt und die Besatzung wechselt.
Um 5:15 Uhr Ortszeit geht es weiter Richtung Manaus. Bis dorthin sind es noch 3:30 Stunden.
Mittlerweile sind 24 Stunden vergangen, seit ich von zu Hause aufgebrochen bin. Es ist früh am Morgen in Manaus (09:00 Uhr Ortszeit) und das Thermometer zeigt schon 35 Grad Celsius. Hinzu kommt auch noch die sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Trotz der langen Anreise liegt nun ein kompletter Tag in Manaus vor mir.
Ich hatte mich entschieden gleich am Nachmittag einen Ausflug zu machen, damit ich mich sofort an den örtlichen Zeitrhythmus gewöhne.
Zu dieser Jahreszeit führt der Amazonas recht wenig Wasser, das konnte ich auch schon aus dem Flugzeug erkennen, so dass mein Ausflug in etwas abgeänderter Form stattfindet. Mit einem typischen Amazonas-Boot geht es den Rio Negro hinab zu dem Punkt, wo er auf den Rio Solimões trifft und der Amazonas entsteht. Durch die unterschiedlichen Wassertemperaturen, vermischen sich die beiden Flüsse nur sehr schwer und das wiederum ist ein interessantes Farbenspiel.
Normalerweise wäre danach noch eine Fahrt mit dem Motorboot auf einem Seitenarm im Programm gewesen, aber durch das Niedrigwasser gibt es dafür eine kurze Wanderung durch den Regenwald.
Nach dem Ausflug kann ich nun endlich auch auf meine Kabine.
Am Abend um 21:30 Uhr findet im Theater noch die Welcome-Show „Sail-away“ statt, aber ich bin so geschafft von der Anreise und der Zeitverschiebung, dass ich mich entscheide, frühzeitig ins Bett zugehen und auf die Show und den Welcome-Sekt zu verzichten.